Nachhaltige Alternativen für PVC-Banner

Nachhaltige Alternativen für PVC-Banner

Manuel Kaufmann
am 26. April 2016 - 15:34 Uhr

Nach einer längeren Blog-Pause möchte ich mich heute wieder zurückmelden. Und zwar gleich mit einem nachhaltigen Thema. Diesmal geht es um PVC-Banner. Im Alltag begegnet man ihnen sehr oft. Wie ökologisch sind sie? Gibt es auch umweltfreundlichere Alternativen? Diesen Fragen möchte ich in meinem Artikel nachgehen.

Warum überhaupt über Alternativen nachdenken?

PVC-Banner sind etabliert, man sieht sie überall und alle scheinen damit zufrieden zu sein. Also warum über Alternativen nachdenken? Dafür gibt es mindestens zwei Gründe.

1. PVC-Banner bestehen aus PVC (wer hätte das gedacht ;-) ). Dieser Kunststoff ist von der Herstellung bis hin zur Entsorgung sehr problematisch. Das liegt unter anderem daran, dass PVC das hochgiftige chemische Element Chlor enthält. Kein Wunder also, dass Greenpeace und der BUND dringend raten, auf PVC zu verzichten!

2. Die Lebensdauer von PVC-Bannern. Sehr viele Banner werden für einmalige Events verwendet. Danach werden sie einfach entsorgt. So landen jährlich wahrscheinlich Tausende oder sogar Zehntausende von Bannern im Müll, die nur eine sehr kurze Zeit im Einsatz waren. Ist das nachhaltig? Ganz bestimmt nicht! Auch deshalb nicht, weil PVC so viele Schwierigkeiten bei der Entsorgung verursacht.

Aus diesen Gründen ist es sicherlich sinnvoll, sich nach besseren Alternativen umzuschauen. Aber gibt es die auch?

Gibt es Alternativen?

Ja, die gibt es. Und das auch nicht erst seit gestern. Alternative Banner können aus Polyester, Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE) bestehen. Diese Kunststoffe haben zwar auch ihre Problemzonen, sind aber auf alle Fälle dem PVC vorzuziehen (weitere Infos über die Kunststoff-Alternativen: Umweltfreundlicher Großformatdruck – Teil 2: Druckmedien aus Kunststoff).

Auch was die Haltbarkeit und die Qualität betrifft, brauchen sich diese Alternativen nicht vor den klassischen PVC-Bannern zu verstecken.

Wir haben 3 nachhaltige PVC-freie Alternativen in unserem Sortiment. Diese Bannermaterialien möchte ich einmal kurz vorstellen:

Recytex-Banner

Der Recytex-Banner ist ein 300g Polypropylengewebe (PP) mit einer Polyolefin-Beschichtung. Die Oberfläche ist strukturiert und der Banner kann gut konfektioniert werden. Außerdem besitzt er eine B1-Zertifizierung.

Terra Opak Banner

Der Terra Opak Banner ist ein 310g beschichtetes Polyestergewebe. Die Oberfläche mutet textilartig an. Auch dieser Banner kann gut konfektioniert werden und besitzt eine B1-Zertifizierung.

Tyvek-Banner

Der Tyvek-Banner besteht aus einem nur 105g schweren Polyethylen-Faservlies (PE). Obwohl sich Tyvek fast wie Papier anfühlt, ist es absolut wasser- und reißfest. Auch der Tyvek-Banner kann gut konfektioniert werden (weitere Infos: Tyvek – Ein umweltfreundliches Kunststoffvlies).

Warum werden trotzdem PVC-Banner verwendet?

Leider wählen die meisten Kunden eher die altbewährten Banner als auf Alternativen zu setzen. Und da wir mit unserer Druckerei unseren Lebensunterhalt verdienen, müssen wir auch diese Banner anbieten.

Der Hauptgrund für die Popularität von PVC-Bannern ist ihr Preis. Schaut man im Internet nach, stößt man sehr schnell auf Angebote von unter 6-7€ pro Quadratmeter. Und gerade, wenn der Banner nur ein paar Wochen hängen soll, greift man doch eher zu dem billigsten Angebot.

Des Weiteren haben viele auch keine Vorstellung davon, wie stark PVC Umwelt und Gesundheit schädigen kann. Ist dieses Bewusstsein nicht vorhanden, macht man sich logischerweise auch keine Gedanken um Alternativen.

Fazit

Es ist möglich, im Bereich Werbebanner komplett auf PVC zu verzichten! Nur muss das auch in den Köpfen der Kunden ankommen. Ich hoffe, dass sich da in Zukunft ein Wandel vollzieht und für viele nicht mehr der Preis das Hauptargument ist, sondern die Umweltfreundlichkeit. Wir freuen uns jetzt schon darauf, die PVC-Banner endgültig aus unserem Sortiment zu verbannen!

Mit druckfrischen Grüßen - Manuel Kaufmann




Kommentare:

Danke für den Artikel. Leider ist ein Wandel lange nicht in Sicht. Zumindest nicht wenn die schädlichsten Stoffe auch die billigsten sind :(

Ja, leider ist das momentan noch so. Hoffen wir, dass es in Zukunft ein Umdenken gibt!!

Viele Grüße aus dem Thüringer Wald
Manuel Kaufmann

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