Gänseblümchen auf einer Wiese

Gastartikel: Richtiges Verhalten in der Natur

Manuel Kaufmann
am 13. Januar 2021 - 9:31 Uhr

Nach einer langen Blog-Pause melde ich mich endlich wieder zurück. Und der erste Artikel ist gleich eine Premiere! Und zwar der allererste Gastartikel im FotoPrint-Blog. Vielen Dank Franziska Lächelt von bussgeld-info.de für den sehr informativen Artikel über das richtige Verhalten in der Natur.

Richtiges Verhalten in der Natur – was jeder Einzelne für die Umwelt tun kann

Ich bin im Wald unterwegs. Laufe über Moos und altes Laub. Sonnenlicht bahnt sich seinen Weg durch die Baumwipfel. In der Ferne kreischt ein Eichelhäher, der gefiederte Wächter des Waldes. Vielleicht hat er mich entdeckt, vielleicht auch einen anderen „Eindringling“. Hier und da zwitschert, knackt und knistert es. Die Waldtiere und -vögel lassen mich wissen, dass sie in unmittelbarer Nähe sind. Sie sehen mich, aber ich sehe sie nicht. Und so scheint mir die Natur wie ein magischer Ort, den es zu schützen gilt.

Was wir tun, wirkt sich unmittelbar auf die Umwelt aus, in der wir uns bewegen, auch wenn wir die Folgen dessen nicht sofort sehen können. Wer diese Tier- und Pflanzenwelt mit ihren typischen Gerüchen und Geräuschen bewahren und schützen möchte, kann das auf ganz einfache Weise tun – mit diesen Tipps:

  • In der Ruhe liegt die Kraft: Wildtiere sind einen lauten Lärmpegel nicht gewohnt, er stresst sie vielmehr. Insbesondere in der Brut- und Setzzeit kann Lärm sehr störend wirken – ebenso im Winter, wo jeder unnötige Energieverbrauch lebensgefährlich werden kann.
  • Bitten fällen Sie keine Bäume und schneiden Sie auch keine Äste ab. Jeder Schnitt stellt eine Verletzung dar, durch welche Schädlinge und Krankheitserreger eindringen können.
  • Blumen pflücken ist in Ordnung, sofern Sie sich auf häufig vorkommende Arten beschränken und nur so viel pflücken, wie zwischen Daumen und Zeigefinger passt. Besonders geschützte Arten dürfen hingegen weder gepflückt, abgeschnitten noch ausgegraben werden. Das gilt z. B. für Eisenhut, viele Farnarten, Arnika, Nelken, Blaustern, Schwertlilien und wild wachsende Orchideen.
  • Auch Pilze sammeln ist „in geringen Mengen für den eigenen Bedarf“ erlaubt. Einige Pilze sind zwar geschützt. Steinpilze, Brätlinge, Pfifferlinge, Birkenpilze, Rotkappen und Morchel dürfen jedoch getrost zuhause in der Pfanne landen.
  • In deutschen Naturschutzgebieten und Nationalparks geht es etwas strenger zu: Hier müssen alle Besucher auf den vorgegebenen Wegen bleiben. Gepflückt werden darf hier gar nichts. Das Verbot ist keine reine Gängelei. Vielmehr geht es darum, äußerst seltene Pflanzen zu schützen, die nur noch in diesen wenigen Gebieten vorkommen.
  • Hunde haben einen eigenen Willen und einen (Jagd-)Instinkt. Deshalb kann es durchaus vorkommen, dass der geliebte Vierbeiner doch einmal anders reagiert, als sein Herrchen vermutet. Daher immer den Hund an der Leine lassen. Sammeln Sie bitte auch Hundekot ein, der kann für andere Tiere sehr schädlich sein.
  • Unsere Wälder kämpfen seit Jahren mit der zunehmenden Trockenheit. Aus diesem Grund und um keinen Waldbrand zu riskieren, sind Grillen und offene Feuer nur an ausgewiesenen Grillplätzen erlaubt – bei einer Entfernung von mindestens 100 Metern zwischen Feuerstelle und Waldrand. Aus demselben Grund sollten Sie auch auf das Rauchen im Wald verzichten.
  • Zigarettenkippen, Getränkedosen, Verpackungen und anderer Müll sehen nicht nur unschön in der Landschaft aus. Sie können Krankheiten bei Tieren hervorrufen, die es mit Nahrung verwechseln, oder zu Verletzungen führen und das Grundwasser verunreinigen. Entsorgen Sie Ihren Müll deshalb bitte zuhause.
  • Normalerweise dürfen nur Forstmitarbeiter und Waldbesitzer mit einem Kraftfahrzeug in den Wald fahren, weil nur sie eine Sondergenehmigung besitzen. Auch das Parken ist nur auf ausgeschilderten Wanderparkplätzen erlaubt und nicht etwa am Waldrand oder auf Waldwegen – aus gutem Grund: Heiße Katalysatoren können Waldbrände verursachen – gerade in trockenen, warmen Jahreszeiten.

Weiterführende Informationen zum Thema Umweltschutz finden Sie unter: https://www.bussgeld-info.de/umweltschutz

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Der VFR Verlag für Rechtsjournalismus GmbH ist spezialisiert auf Online Publikationen im Bereich Recht, Steuern und Finanzen. Um unserem Ziel “Recht, Steuern und Finanzen für Jedermann, verständlich erklärt” täglich näher zu kommen / gerecht zu werden, veröffentlichen wir in unserem breiten Netzwerk an Online Portalen und Printprodukten Ratgeber zu den unterschiedlichsten Themen

Über den Autor:
Nach ihrem Jurastudium an der Viadrina und Rechtsreferendariat absolvierte Franziska Lächelt das Zweite Juristische Staatsexamen. Nun unterstützt sie unsere Redaktion mit ihrer Expertise. Ihre Schwerpunkte liegen u. a. im Insolvenzrecht, Strafrecht und Umweltschutz.

Mit druckfrischen Grüßen - Manuel Kaufmann


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